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Für den US-Aktienmarkt wird ebenfalls eine Überhitzung angezeigt. Dies ist gemäß beider Bewertungsverfahren der Fall. Würde das Diskontierungsverfahren noch um den zu erwartenden Zinsanstieg bereinigt, sähe das Ergebnis sogar noch deutlicher aus – wie durch den schwarzen Pfeil im Bild deutlich wird. Im Bewertungsverfahren der makroökonomischen Gleichgewichtsbeziehungen ist kein Zinssatz enthalten. Bei dem gegenwärtigen Ausmaß der Überbewertung könnte man bereits von einer Preisblase ausgehen, sofern der beschriebene Zinseffekt (schwarzer Pfeil) mit einberechnet würde. Die erwartbare technische Korrektur zum Ende des Jahres 2018 deutete auf die Anfälligkeit des Marktes aufgrund des hohen Bewertungsniveaus hin. Im Kreditsektor haben sich mittlerweile große Ungleichgewichte aufgebaut. Diese könnten jetzt eine große Finanzkrise und einen Crash des Aktienmarktes auslösen, sobald die Wirtschaft in eine echte Rezession abgleitet. Das wäre dann auch das Ende des Finanzzyklus, der seit nun mehr 10 Jahren andauert. Zur Zeit kühlt sich die Wirtschaft merklich ab, ist aber noch nicht in einer Rezession.

Makrökonomisches UmfeldDie Investitionen und die Kredite weisen über die vergangenen 10 Jahre einen deutlichen stärkeren Anstieg auf als das Sozialprodukt. Vor allem der Anstieg der realen Kreditnachfrage ist Anlass zur Sorge. Am Kreditmarkt der USA weisen kritische Marktsegemente wie das der „Collateralized Loan Obligations“ wieder ein gefährliches Wachstum auf. Parallelen zu den „Collateralized Debt Obligations“, die eine maßgebliche Rolle für das Zustandekommen der letzten Finanzkrise spielten, sind nicht zu übersehen. Ausserdem gibt es ein sehr hohes Ausmass an Anleihen im niedrigen Investmentgrade-Bereich, die in einer Rezession zu Schrottanleihen werden und große Refinanzierungsprobleme auslösen könnten. Die folgende Graphik zeigt, dass die Unternehmenschulden ausserhalb des Finanzsektors trendbereinigt ein Niveau erreicht haben, das in der Vergangenheit vor größeren Finanzkrisen wie etwa den frühen siebziger und neunziger Jahren oder vor dem Millennium zu beobachten war.  

Fazit: Der Immobilien- und Aktienmarkt sind erheblich überbewertet und nähern sich dem Niveau einer Preisblase an.  Das Ausmaß der Überbewertung variiert naturgemäß mit dem verwendeten Bewertungsverfahren. Sollten sich entweder die Zinsen auf ein zu erwartendes Normalniveau erhöhen, was im Fall einer konjunkturellen Beschleunigung und eines auftretenden Inflationsdrucks passieren könnte, wäre ein Crash am Aktien- und Immobilienmarkt unvermeidlich ebenso wie eine sich anschliessende Finanzkrise. Sollte die Wirtschaft dagegen in eine Rezession abgleiten, könnten die skizzierten Ungleichgewichte an den Kreditmärkten ins Rutschen kommen. Dies würde zu stark steigenden Risikoprämien und erheblichen Refinanzierungsproblemen für ene große Anzahl von Schuldnern führen. Eine Finanzkrise wäre auch dann unausweichlich. Man bewegt sich also derzeit auf schmalem Grad. Das beste Szenario wäre ein moderates Wachstum, auch wenn das angesichts der hohen Bewertung am Aktienmarkt Enttäuschungen auslösen würde.

 

Hier  geht es zur vertieften Analyse zur USA: