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Das Prozedere

Was ist eine Preisblase überhaupt ? Die gängigste Definition beschreibt eine Preisblase als eine starke Abweichung des Marktpreises von seinem fundamentalen Wert. Gleichzeitig ist zu beobachten, dass die Akteure vor allem deswegen kaufen, weil sie glauben, die Anlage später zu einem noch höheren Preis wieder verkaufen zu können. Die Motivation eines Kaufs ist also primär spekulativer Natur. Diese weitgehend akzeptierte Definition einer Preisblase sagt aber nichts über deren Ausmaß aus. Es gibt Autoren, die sprechen schon von einer Preisblase, wenn der Marktpreis den vermuteten Fundamentalwert um 10% übersteigt. Andere Autoren tun dies erst, wenn die Abweichung 30%, 50% oder 100% beträgt. Wesentlich für die Unterscheidung zwischen einer einfachen Überbewertung und einer Preisblase ist, ob das Potenzial für eine schwere Finanzkrise vorliegt. Ein solches Gefahrenpotenzial liegt dann vor, wenn eine außergewöhnlich hohe Bewertung mit einer starken Kreditexpansion im Finanzsektor  und einer hohen Investitionsnachfrage in der Realwirtschaft einhergeht. In diesem Fall ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass ein kreditfinanzierter Investitionsboom stattfindet, der auf sehr optimistischen Ertragserwartungen beruht, was sich wiederum in außergewöhnlichen Preissteigerungen an den Finanzmärkten widerspiegelt. Sobald klar wird, dass sich die Ertragserwartungen nicht erfüllen, platzt die Blase und die Kurse stürzen ab. Dieses negative Signal lähmt den Finanzsektor und die Realwirtschaft. Eine Vielzahl von Investitionsprojekten stellt sich plötzlich als unrentabel heraus und wird mit Verlusten eingestellt. Die Wirtschft rutscht in eine Rezession und der Finanzsektor in eine Krise, denn ein hoher Prozentsatz der vormals vergebenen Kredite fällt nun aus. Man hat es also gleichzeitig mit einem Zusammenbruch an den Finanz- und Kreditmärkten sowie der Konjunktur zu tun. Daher wird auf dieser Webseite nicht nur eine Bewertung des jeweiligen Finanzmarktes vorgenommen, sondern auch die Entwicklung der Kreditexpansion und der privaten Investitionen in Relation zum Bruttosozialprodukt dargestellt. Sobald sowohl die Bewertung eines untersuchten Finanzmarktes als auch die Differenz von Krediten und Investitionen zum Bruttosozialprodukt außergewöhnlich hoch sind, sollten sich alle Akteure auf eine bevorstehende Finanzkrise einrichten.

Bei der Bewertung eines Finanzmarktes besteht folgendes grundsätzliches Problem: Ein fairer Wert lässt sich nicht mit Gewißheit bestimmen. Er hängt von zukünftigen Einnahmen und Risiken ab, die bestenfalls geschätzt werden können.  Um diese Unsicherheit in den Griff zu bekommen, erfolgt die Bewertung, wo immer möglich, mit zwei unterschiedlichen Verfahren: Einmal mit Hilfe eines Ansatzes, der Zahlungsströme diskontiert. Ein zweiter Ansatz setzt den Marktpreis in Relation zu makroökonomischen Variablen, sofern eine langfristige statistische Gleichgewichtsbeziehung zwischen ihnen besteht. Liegt der Marktpreis aktuell weit über dem Wert, der sich nach diesen Verfahren ergeben würde, könnte eine Preisblase vorliegen.

Die Analysen werden nicht für alle Märkte und Länder durchgeführt, sondern nur für solche, die das Potenzial haben, über Ansteckungseffekte auch andere Länder oder sogar die gesamte Weltwirtschaft in Mitleidenschaft zu ziehen. Das sind vor allem die Aktien-, Anleihen- und Immobilienmärkte der USA, des Euroraums und Chinas. Eine Aktualiserung der Einschätzungen erfolgt jeweils im März oder Oktober eines Jahres. Auf der Webseite werden die wichtigsten Ergebnisse vorgestellt. In den angehängten Dateien lassen sich die vertieften Analysen für die einzelnen Regionen nachlesen. Wer sich noch intensiver mit den Problemen der verwendeten Verfahren beschäftigen möchte, dem sei noch die folgende Datei angehängt: