Der Immobilienmarkt in Shanghai, der die Situation in China symbolisieren soll, ist sowohl nach der Diskontierungsmethode als auch den gefundenen makroökonomischen Gleichgewichtsbeziehungen mit beinahe 100% erheblich überbewertet. Bei einem solchen Ausmaß der Überbewertung kann von einer echten Preisblase gesprochen werden. Zusammen mit der Bekanntgabe der Zahlungsunfähigkeit des Immobilienentwicklers Evergrande lässt  dies vermuten, dass ein Zusammenbruch des Immobilienmarktes und schwere Verwerfungen im chinesischen Finanzsystem jederzeit möglich sind.

Fazit: Die Gefahr das übermässig kreditfinanzierte Investitionen eine Finanzkrise auslösen könnte, ist gegeben. Die Achillesverse stellt der Immobiliensektor sowie marode Staatsunternehmen dar. Der Fall Evergrande, die Bewertung des Immobilienmarktes und die hohe Verschuldung im Land machen dies deutlich. Es ist davon auszugehen, dass die chinesisches Regierung und die unter ihrer Kontrolle stehende Zentralbank alles unternehmen werden, eine solche Krise zu verhindern. Ob ihnen das gelingen wird, vermag wohl niemand zu sagen.

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Und hier geht es zur vertieften Analyse von China/Shanghai: